Die Anzahl der Teilnehmer an einer Videokonferenz ist aufgrund der Sicherheitsarchitektur von RED connect begrenzt. Bei kommerziellen Videodiensten wie Skype oder Zoom sendet jeder Teilnehmer sein Videosignal unverschlüsselt an einen zentralen Server. Dort wird aus den eingehenden Videosignalen ein neues Bild zusammengesetzt und dieses wieder an alle Teilnehmer zurückgeschickt. Das sorgt zwar für einen geringen Datenverbrauch, weil jeder Teilnehmer nur ein Signal sendet und eins empfängt, hat aber den gravierenden Nachteil, dass die Videokonferenz am Server mitverfolgt werden kann.

RED connect arbeitet dagegen auch bei mehreren Konferenzteilnehmern mit dem direkten "Peer-to-Peer-Verfahren", das für die Durchführung von Videosprechstunden vorgeschrieben ist. Dabei werden die Videosignale Ende-zu-Ende-verschlüsselt und direkt zwischen den Teilnehmern ausgetauscht. Jeder Teilnehmer an der Konferenz empfängt daher Videosignale von allen anderen Teilnehmern, was den Datenverbrauch erhöht und aufgrund von Bandbreitenbeschränkungen nur eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern zulässt.

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